Hundezucht vs. Tiermedizin

3/31/2015

Foto: www.Rudis-Fotoseite.de  / pixelio.de

Es ist ein wirklich schwieriges Thema und egal wohin man in die Haustierwelt schaut, überall sind sie zu finden, die überzüchteten Tiere, die Minihunde, die Nacktkatzen, die Kühe mit den riesigen Eutern, Hühner, die kaum stehen können. Egal ob für den Verzehr oder das Familienmitglied an der Seite des Menschen, Tiere werden so geformt, wie Mensch sie braucht. Ohne Rücksicht auf Verluste.
Ich kann das nicht verstehen und halte grundsätzlich nicht sehr viel von der Zucht.

Es haben mich zwei Beiträge in der letzten Woche wieder auf dieses Thema aufmerksam gemacht und ich kann immer nur den Kopf schütteln, wenn ich das lese. Tierarzt Ralph Rückert hat hierzu aus der Sicht einer Tierarztes das Thema gut beschrieben. 
Besonders in den letzten Jahren kamen diese ganzen Zuchtexperimente zu ihren Höhepunkten in Mini- oder Riesenrassen, große Kulleraugen, oder kurze Nasen, Falten, ach, was auch immer da so alles als "schön" deklariert wird. Da ist die Hüftdsplasie beim Hund ja fast schon eine normale Begleiterscheinung bei großen Rassen. Warum aber achten die Menschen nicht darauf, welche Schwierigkeiten ihr Hund mitbringt, wenn er diese gezüchteten und damit erblich bedingten Probleme hat? Da ich selbst meine Tiere aus dem Tierschutz habe und niemals auf einen Züchter zurückgreifen würde, ist dies für mich ein ganz großes Fragezeichen. Denn natürlich muss jeder Hundehalter damit leben, dass der geliebte Vierbeiner krank sein könnte, irgendwann eine Allergie bekommt, die Gelenke kaputt gehen, oder an Krebs erkrankt. (Und wenn ihr meinen Blog verfolgt, wisst ihr, dass ich weiß wovon ich rede.) Doch warum kauft man sich für viel Geld einen Hund, wenn man schon vorher genau weiß, dass zu einer riesigen Wahrscheinlichket, der Hund gesundheitliche Probleme haben wird?
Dann stelle ich mir die Frage, wenn schon der Mensch für sich entscheidet, so einen Hund an seiner Seite zu haben und mit allen Konsequenzen dieses Tier bei sich haben möchte: Warum unterstützt man die Zucht, indem man dort einen Welpen kauft? Und warum tut man somit dem Tier dieses Leid an? Vielleicht kann mir das jemand da draussen erklären. Bei mir tauchen hier nur riesige Fragezeichen auf.

Foto: Sylvia Voigt  / pixelio.de
Besonders auch deshalb, weil es von allen erdenklichen Rassen auch Tiere im Tierschutz gibt. Dort findet man ein Tier und könnte diesem zu einem schönen Zuhausen verhelfen und diese Qualzuchten damit nicht noch unterstützen. Denn weshalb ist wohl größtenteils so ein Hund im Tierheim gelandet? Ich würde fast vermuten, weil sich die Besitzer eben nicht im Klaren waren, was sie sich da für einen Pflegefall ins Haus geholt haben und dann eventuell von den Kosten und dem Aufwand erschlagen waren und ihn lieber wieder abgegeben haben. Doch der Züchter wollte anscheinend den Hund nicht zurück, sonst wäre dieser sicher nicht im Tierheim gelandet.

Es regt mich wirklich so sehr auf, dieses ganze Thema und wenn ich mich im Internet umschaue und die vielen vielen Hunde sehe, die ein Zuhause suchen, dann kann ich diesen Zuchtwahn einfach nicht nachvollziehen. Egal welche Rasse, egal welches Alter, es gibt so viele tolle Tiere da draussen, die ein tolles Heim verdient haben.
Und da fange ich mal lieber erst gar nicht mit dem Thema "Vermehrer" an.

Auch auf dieser Seite findet ihr einen Artikel zu diesem Thema.
Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich auch nur sagen, dass gerade die Mischlingshunde einen ganz eigenen Charme haben, denn sie sind meist so einzigartig und wunderbar, dass kein Züchter dies so hinbekommt. Die tollsten Hunde, die ich kenne, sind Hunde aus wer weiß was für Rassen. Sicher ist, dass hier nie wirklich einzuschätzen ist, wie wohl der Hund in seinem Charakter geprägt ist. Denn gerade im Tierschutz weiß man selten, welche Elterntiere hier ihren Beitrag geleistet haben. Doch kenne ich auch genügend reinrassige Exemplare, die so unterschiedlich sind und die normale Rassebeschreibungen auch nicht 100 %ig auf diese zu übertragen sind.

Deshalb kann ich nur zum Nachdenken anregen und hoffen, dass dieser Wahnsinn irgendwann ein Ende haben wird und man einfach das Tier sieht, welche gesund und fröhlich sein soll. Egal wie die Optik ist, denn das Innere zählt doch am meisten.


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13 Kommentare

  1. Wow, heute lerne ich zum ersten Mal, das Blogger ein Zeichenlimit für Kommentare hat, deshalb in 2 Teilen:

    1.
    Ich versuche Mal meine Gedanken dazu irgendwie halbwegs plausibel rüberzubringen:
    Auch meine Mutter vertritt immer die Meinung, man sollte aufhären Hunde zu züchten und der Natur ihren Lauf lassen, denn Mischlinge, das wären doch eh die gesündesten Hunde.
    Gleichzeitig sagt sie immer, sie hätte gerne einen Hund und hat dabei ganz genaue Vorstellungen: Er soll sehr klein sein, höchstens 35cm Schulterhöhe, er soll helles und auf jeden Fall auch sehr kurzes Fell haben. Natürlich soll er auch noch folgsam, leicht zu erziehen sein, keinen Jagdtrieb usw haben.
    Erkennst du das Problem? Das funktioniert so nicht. Wenn man jetzt zB eine kleine helle kurzhaarige Rasse mit einer anderen kleinen kurzhaarigen Rasse verpaart, dann hat sie mit etwas Glück in etwa den Hund, den sie will. Dazu braucht man aber erst Mal die zwei Ausgangshunde. Das würde jetzt funktionieren, weil es eben Rassehunde gibt. Stellt man aber die Zucht komplett ein und lässt Hunde sich nur noch kreuz und quer verpaaren, wie sie es wollen, dann wird sich schnell ein Muster herauskristalisieren. Als aller erstes werden natürlich die großen Hunde überwiegen. Denn der Chihuahua Rüde wird wohl bei Interesse an einer Hündin dem Schäferhund unterliegen. Man braucht doch garnicht lange zu überlegen wohin das führen würde, nämlich zur Umkehrung der Hundezucht und irgendwann hätte man nur noch große, zottlige, wolfsähnliche Hunde mit unvorhersehbarem Charakter. Das mag für einige Leute völlig in Ordnung sein, für meine Mutter, die ganz vorne in der "härt auf zu Züchten"-Liga spielt, wäre das aber ein Problem und den Traum vom Hund könnte sie sich vollkommen abschminken. Und das ist der Grund, weshalb viele Leute Rassehunde wollen: Sie haben eben bestimmte Wünsche. Manche sind rein ästhetisch basiert, manche praktisch (kurzes Fell = weniger Pflege notwendig). Natürlich gibt es auch Mischlinge, die solche Kriterien erfüllen: Noch. Würde man die gezielote Zucht einstellen, gäbe es die aber irgendwann eben nicht mehr.

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    1. Das verstehe ich vollkommen, kann mir aber auch gut vorstellen, dass auch diese vielen kleine Hunde untereinander Verpaarungen vornehmen und man keine Angst haben müsste, dass alle kleinen Hunde aussterben. An sich ist doch schon die Vorstellung, dass die komplette Zucht eingestellt wird, sehr unrealistisch. Mein Artikel soll aber vor allen darauf hinweisen, dass manche Zuchthunde gesundheitlich sehr angeschlagen sind und diese Art von Zucht verändert werden sollte. Ich habe außerdem die Erfahrung gemacht, dass auch bestimmte Charakterzüge einiger Rassen nicht immer auf alle diese Hunde zutreffen. So kann es auch sein, dass man einen Jagdhund möchte und dieser aber Null Interesse am jagen hat. Da braucht man nur nach Spanien schauen und in die Tierheime oder Tötungstationen blicken, wie viele Galgos dort landen, weil sie für die Jagd unbrauchbar sind. Würde in Sachen Zucht viel mehr darauf geachtet, dass auch die Gesundheit der Tiere im Vordergrund steht, bräuchte es diese Art von Artikel auch nicht.

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    2. Dem kann ich vollkommen zustimmen: Französische Bulldoggen werden immer als extrem bequeme Hunde, die nicht viel Auslauf benötigen dargestellt. Außerdem sollen sie auch anderen Hunden gegenüber sehr freundlich und aufgeschlossen sein. Und was habe ich? Eine anderen Hunden gegenüber willkürlich aggressive Sportkanone, die am liebsten 5 Stunden am Tag durchrennen will. ;)

      Ich bin nicht gegen die Hundezucht - Ganz offensichtlich auch nicht gegen die Zucht von Rassen, die manch andere als "Qualzucht" abtun, denns onst hätte ich nicht 2 Bulldoggen, aber ich bin der Meinung, dass die Gesundheit vor dem Aussehen Priorität haben muss. Es kann nicht sein, dass selbst die "seriösesten" Zuchtverbände röchelnde Bulldoggen mit bis zu 6 deformierten Wirbeln und Patellaluxation bis zum zweiten Grad zulassen, nur weil die Hunde besonders toll aussehen und Züchter mit Hunden - die aufgrund ihres Aussehens - tolle Preise bekommen haben, lieber züchten, als mit einem gesünderen Exemplar, dass vielleicht nicht ganz so stämmig ist, nicht ganz so ein plattes Gesicht hat, etc. Die Bulldogge war mal viel gesünder! Wenn man sich alte Fotografien anschaut, sah sie tatsächlich dem Boston Terrier viel ähnlicher.

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    3. Und Boston Terrier sind so entzückende kleine Wirbelwinde! Da sind wir uns doch vollkommen einig und hoffen, dass die Gesellschaft endlich aufwacht und ihre verschobenen ästhetischen Vorstellungen bei Seite legt.

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  2. 2.
    Und auch zum Thema Hund aus dem Tierschutz kann ich noch etwas beitragen. Ich wollte immer Tiere aus dem Tierchutz. Bei meinen Katzen hat das gut funktioniert, eine war ein "Unfall", zwei wurden abgegeben, weil die Vorbesitzerin sie nicht in die neue Wohnung mitnehmen wollte oder konnte. Aber beim Hund, da sah es schon schwieriger aus. Auch ich hatte bestimmte Wünsche und Vorstellungen. Ich wollte zB auf keinen Fall einen großen Hund und auch ich wollte einen mit kurzen Haaren. Dazu sollte er sich natürlich mit Katzen verstehen - was bei Hunden aus dem Tierschutz generell schwierig ist, denn oft ist die Katzenverträglichkeit ja einfach nicht bekannt. Ich habe mich ein Jahr lang bemüht und dabei festgestellt, dass es verdammt schwer ist einen kleinen kurzhaarigen Hund aus dem Tierheim zu bekommen und erst recht einen Rassehund - Denn für jeden stehen 10 Leute Schlange. Meistens sind es die großen, zottligen Hunde, die keiner will (genau die, die wir nur noch hätten, wenn wir aufhören würden Hunde zu züchten). Sagt man dann auch noch, das man Katzen hat, dann wird einem gesagt, dass man den Hund dann doch lieber an einen der 10 anderen Interessenten vermittelt, denn das wäre ja sicherer. Diese Absage habe ich oft genug gehört. Ich habe mich auch im Auslandstierschutz umgesehen, ebenso bei privaten Anzeigen zu Abgabehunden, aber nach dem 20sten "Sorry, der Hund ist schon vermittelt", hat man irgendwann auch keine Lust mehr (Und nur um ein mögliches Missverständins auszuschließen: Ich habe mich durchaus auch um kleine kurzhaarige Mischlingshunde bemüht, nicht nur um Rassehunde, deine Emma zB gefällt mir total, so eine hätte ich auch genommen, aber eben nicht bekommen). Als wir dann aufgegeben haben und unseren ersten Hund vom Züchter geholt haben, wurde es noch schwieriger: Immer Mal wieder habe ich hier und da angefragt, aber sag den Leuten Mal du hättest schon einen Hund und drei Katzen und sie sagen dir, du hättest schon zu viele Tiere.
    Es ist alles eben nicht ganz so einfach: Weder die Sache mit der Zucht, noch die Sache mit dem Hund aus dem Tierschutz.
    Und noch ein letzter Nachtrag: Laut TASSO Registrierungen sind Mischlingshunde die am häufigsten registrierten Hunde in Deutschland. Der Mischling ist also bereits der beliebteste Hund der Deutschen. ;)

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    1. Das klingt wirklich schwierig, da habe ich mit meinen beiden sicher absolutes Glück gehabt, denn die beiden habe ich bekommen, ohne das meine beiden Katzen eine Rolle spielten, noch musste ich vorab viele verschiedene Organisationen anschreiben. Aber Glück ist da wohl wirklich dabei. Allein schon bei der Wahl der Organisation. Bei Sopa habe ich da einen Volltreffer gelandet und eine so tolle Tierschutzorga kennengelernt, die ich heute noch unterstütze und auch schon andere Hunde hier in Leipzig ein Zuhause gefunden haben. Über die Wolken-Hunde werde ich hier auch noch etwas verfassen, das muss einfach sein. Und im Grunde sollen die tollen Rassen ja auch bestehen bleiben, wenn Menschen es endlich schaffen, nicht nur ihre eigenen Interessen in den Vordergrund zu stellen, sondern das Tier Priorität eins ist. Ich bin z.B. ein riesiger Dackelfan und wäre traurig, wenn ich in 50 Jahren diese kurzbeinigen Witzbolde nicht mehr durch die Straßen wackeln sehen würde. Eine gute liebevolle und auf das Tier ausgerichtete Zucht ist da herzlich Willkommen. Mein Herz würde aber immer zu erst für den Tierschutzhund schlagen und dort den neuen Mitbewohner suchen. Keine Ahnung, wie ich dann mit so vielen Absagen umgehen würde. Ein Leben ohne Hunde ist jedenfalls nicht mehr vorstellbar. :) Danke für Deinen Kommentare, darüber freue ich mich sehr!

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  3. Ja und Nein.
    Den Zuchtwahn werde ich auch nie nachvollziehen können und auch so niedlich wie Möpse bspw. sein können, tun mir die armen kleinen Biester mit ihrer viel zu kurzen Schnauze und den häufig auftretenden Atemproblemen leid.
    Was ich während meiner Facharbeit zu Listenhunden gelernt habe und was auch noch dazu kommt: Nicht Aggression, aber Aggressionspotential ist vererblich. Wird beim Züchter nur darauf geachtet, dass die Tiere die nötigen äußerlichen Merkmale besitzen und verpaart bspw. zwei Tiere mit hohem Potential, kann sich das später bei den Welpen auswirken. Wenn man also auf einen Züchter zurückgreift, sollte man zusehen, dass man sich seinen Züchter ganz ganz ganz genau auswählt...

    Allerdings haben wir bei unserer Suche nach "unserem" Hund auch so unsere Probleme (wie "Genki + Co" auch schon beschrieb)...
    Zwei Katzen aus dem Tierschutz - mit denen läuft alles ohne Probleme. Aber einen Hund aus dem Tierschutz zu finden, der sich mit Katzen verträgt? Ich sehe schon, dass die Suche einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Sollte das alles nichts werden, greife ich gern auf einen Züchter zurück, der auf Probleme wie HD, ED und was es nicht noch alles gibt, besonders achtet - allein deswegen, da wir gern einen großen Hund haben möchten.
    Aber vielleicht werden wir noch Glück haben.

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    1. Ich drücke Euch bei der Suche ganz fest die Daumen! Wenn ich Dir einen Tipp geben soll, welche Tierschutzorganisationen einen richtig guten Job machen, tue ich das auch gern. Ich kann drei Organisationen ganz doll empfehlen.
      Und ansonsten ist es eben ein ganz schwieriges Thema, wie ich in meinen Kommentaren oben auch schon schrieb. Sicherlich gibt es auch einige richtig tolle Züchter, die einen super Job machen und denen vor allem das Tier am Herzen liegt. Ich glaube, auch da ist die Suche nicht so einfach. Wie gesagt, Daumen sind gedrückt!

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    2. Über Tipps wäre ich sehr glücklich :)
      Wir haben bereits einen Züchter in der Nähe, der sehr gute Arbeit leistet, aber aktuell sind wir ohnehin noch nicht so weit, schauen uns aber schon mal um.

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    3. Liebe Denise,
      da gebe ich gern ein paar Tipps!
      Sehr ans Herz kann ich dir die http://www.wolken-hunde.de/ legen. Hier kommt meine Sopa her und die Arbeit des Vereins ist einfach großartig, Carmen, die sich um die Vermittlung kümmert, ist eine tolle Frau und die Wolken Hunde sind einfach zauberhaft. Ich darf gar nicht so oft auf die Seite schauen, da ich immer wieder schwach werden könnte.

      Dann habe ich nur Gutes von dieser Orga gehört: http://www.animal-hope-bulgaria-varna.de/ Hier ist auch gerade eine Freundin dabei einen Hund zu adoptieren. Bevor ich Sopa bei den Wolken Hunden fand, hatte ich bei dieser Orga einen Hund gefunden, der auch in die engere Wahl kam und hatte schon Kontakt. Seit 2 Jahren etwa habe ich dort auch Patenhunde, die ich unterstütze, weil sie leider keine Interessenten haben. Einer davon ist der Reks, ein großer schwarzer, vielleicht wäre der ja was für Euch. Ich finde ihn ganz toll.

      Und diese beiden kenne ich nicht persönliche, habe aber viel Gutes gehört:
      http://www.tiere-in-not-griechenland.de/1.html
      http://www.helpinganimalsromania.de/

      Halte mich auf jeden Fall mal auf dem Laufenden. Ich drücke fest!

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  4. Liebe Denise,

    ich weiß drei großen Hunden im Tierschutz, die mit Katzen verträglich sind. Vielleicht magst du sie dir mal anschauen!!

    http://www.herdenschutzhundhilfe.de/archives/8050
    http://www.herdenschutzhundhilfe.de/archives/12098
    http://www.herdenschutzhundhilfe.de/archives/8024

    Liebe Grüße, Heike

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  5. Na, heute bin ich mal wieder froh, in Facebooks dogblogger-Gruppe zu sein. Du hast einen tollen Artikel über ein wichtiges Thema geschrieben. Der Hund wird in unseren Wohlstandsgesellschaften (Nicht nur in Deutschland) immer mehr zur Ware. Hinter der Zucht stehen längst nicht mehr die Anforderungen an bestimmte Augaben oder Arbeiten, die der Hund verrichten soll. Heute dominieren Modetrends die Hundeproduktion und in den Köpfen viel zu vieler Menschen ist der Hund schmerzlich in die Nähe von anderen Luxusgütern gerutscht. Man hat vor der Anschaffung präzise Vorstellungen von dem Modell, das man haben möchte.Nicht anders als beim Kauf eines Autos, eines Staubsaugers oder eines paar Schuhe! Alle Risiken in Haltung und 'Gebrauch' sollen von Züchter möglichst ausgeschaltet werden, der Kunde erwartet ein perfektes Produkt, möglichst mit Gewährleitung. Es macht mich traurig, dass so wenig Menschen noch in der Lage sind, die Hunde so zu nehmen, wie sie nun eimal sind. Was ist so schlimm an Tierschutzhunden und womöglich Mischlingen? Was ist so schwer daran, sich einfach einmal überraschen zu lassen, zu was der Hund sich im laufe seines Erwachsen-Werdens und seines Lebens entwickelt. Holla, bei Menschen tun wir es doch auch nicht und Hunde sind ebenfalls Lebewesen mit Gefühlen und einer riesengroßen Seele drinne - wie alle anderen Tiere auch!

    Schön zu lesen, dass es immer mehr Menschen gibt, die ihre vierbeinigen Partner nicht als Ware betrachten! ...Wir freuen uns darauf, hier jetzt etwas weiter zu lesen! :)

    Viele liebe Grüßles von
    Severine, Brausekopf Milow und dem Schietbüdel Luna

    PS: "Mensch, Du Hundemensch" http://fabelschmiede-und-wortsalat.blog.de/2014/12/20/mensch-hundemensch-19868578/

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    1. Liebe Severine,
      ich freu mich sehr, dass Du Dir meine Blog angeschaut und gelesen hast. Dieses Thema brannte mir auch schon sehr lange auf der Seele und ich habe mich hier wirklich kurz gefasst. Mich macht das alles sehr wütend, auch die Begründungen, dass man unbedingt züchten muss, um so oder so einen Hund zu erhalten. Das die Hunde eine bestimmte Erbinformation mitbringen und sicher keiner einer Jagdhund möchte, der mit dessen Interesse an allem, was ihm vor der Nase herum läuft, kann ich natürlich nachvollziehen. Und hier kann und muss man sich vor der Anschaffung eines Hunden eben informieren. Doch spielt doch, wie bei uns Menschen auch, eine große Rolle in der Charakterbildung, die Sozialisation, das was der Hund in seinem Leben erfährt, wie mit ihm umgegangen wird und und und. Das vergessen viele und wundern sich, dass ein Hund nicht komplett so ankommt, wie die Rassebeschreibung es bei Wikipedia wiedergegeben hat. Jetzt lese ich mich aber erst einmal bei Dir rein. :)

      Sei lieb gegrüßt und ich freue mich auf mehr von Dir.
      Katja

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