Erste Hilfe Kurs für Hunde - Das haben wir gelernt

6/28/2015


Gestern waren wir bei unserer tollen Tierärztin und Heilpraktikerin zu einem Erste-Hilfe-Kurs für Hunde. Wir hatten uns vor einigen Wochen angemeldet und ich war so gespannt darauf, was uns erwarten wird.
Um 10 Uhr ging es dann los. Wir waren 8 Personen und 5 Hunde, alle sehr nett und super sympathisch. Mit dabei war unsere Hundefreundin Belinha, die leider mit Frauchen schon eher gehen musste, ein Portugiesischer Wasserhund und eine Cocker Spaniel Dame. alle waren sehr gespannt, nur die Suppe war wieder etwas aufgeregt und wäre lieber wieder nach Hause gegangen. Schließlich war sie diese Woche schon einmal in diesen Räumen und musste das Zahnstein-Abkratzen über sich ergehen lassen. Da weiß man als kleiner Hund ja nie, was da heute mit einem angestellt wird. Nach einiger Zeit hatte sich aber auch Sopa entspannt und versteckte sich lieber unter einer der Sitzbänke, denn den Ohrenverband, der ihr angelegt wurde, fand sie ja total überflüssig und wollte nicht noch so ein Gewickelt über sich ergehen lassen.


Aber ich fange mal von vorn an.
Wir kamen alle an und nahmen Platz, jeder stellte sich kurz vor und erzählte was er sich von diesen Stunden erhofft. Dann ging es los. Vor mit lag schon das über 30seitige Handout, in dem man prima mitlesen und weitere Notizen machen konnte. Ich bin von solchen Zusammenfassungen immer begeistert, denn dann kann ich mich mehr auf das Gesprochene konzentrieren und muss nicht alles selbst mitschreiben.


In dem ersten Teil des Kurses erklärte uns Frau Hohmann erst einmal, was eigentlich "Erste Hilfe" bedeutet und wie ich mich in einer Situation verhalten muss, in dem mein Hund Hilfe benötigt. Was uns wohl eigentlich allen bewusst ist, aber sicher in solch Ausnahmesituationen immer schwer sein wird, ist: Ruhe bewahren! Ruhe bewahren! Ruhe bewahren! 
Kräftig Durchatmen und dann die Lage checken und sich langsam dem Tier nähern. Das ist wohl erst einmal das aller Wichtigste.


Dann ging es weiter mit der richtigen Lagerung des Hundes, wie kontrolliere ich den Puls, den Herzschlag, die Atmung und was tue ich natürlich, wenn man den Hund wiederbeleben muss. Wir erfuhren alles über die richtige Beatmung und Herzmassage, wie man die verschiedenen Verletzungen versorgt und die unterschiedlichsten Wunden reinigt und erstversorgt.
Dazu gehörten natürlich auch das Anlegen verschiedener Verbände. Wie oben schon erwähnt, durfte Sopa uns zeigen, wie man einen Ohrenverband anlegt. Emmi stand dann für den Augenverband, den Brust- und Bauchverband, den Pfotenverband und den Schwanzverband Model. Emmi ist ja wirklich eine kleine liebe Zuckerschnute, die so etwas total entspannt mit sich machen lässt. Sopa beobachtete das lieber aus ihrem sicheren Versteck heraus und kam nur gucken, wenn alles schon wieder vorbei war.


Wir lernten auch, wie man die Hunde in stabile Seitenlage legt, wie man Hunde überhaupt zum Liegen bringt und wo dann die Zunge des Hundes hingehört.
Dann machten wir eine kleine Pause. Das war auch nötig, denn schon in den ersten drei Stunden haben wir so viel Input bekommen, dass wir uns alle erste einmal die Beine und Pfoten vertreten musste und dann eine kleine Stärkung angesagt war.
Im zweiten Teil des Kurses ging Frau Hohmann dann auf die verschiedenen Erstmaßnahmen ein, die z.B. bei Erstickung, Hitzschlag, Stromschlag oder Badeunfällen zu ergreifen sind. Dazu erzählte sie uns natürlich auch einige Anekdoten aus ihrer langen Berufslaufbahn und wir mussten nicht nur ab und an herzlich lachen, sondern wunderten uns auch sehr über manche Hunde- oder Katzenhalter und ihr Verhalten in den verschiedensten Situationen.
Natürlich durften auch die Erste Hilfe Maßnahmen bei Vergiftungen nicht fehlen. Das ist ja leider bei den heutigen Giftködermeldungen fast die größte Sorge, die alle im Raum hatten.
Zum Schluss bekamen wir noch Tipps für die Hausapotheke und das Erste-Hilfe-Päckchen für Unterwegs. Was aber gerade für mich besonders wichtig und interessant war, dass wir auch über die bestimmten homöopathischen Mittel aufgeklärt worden, die man Zuhause haben sollte, oder im Erste Hilfe Fall benutzen kann.
Das alles müssen wir aber noch einmal ganz genau nachlesen und vor allem: Auch immer wieder üben!


Vor allem das Anlegen von Verbänden und das Abtasten und kontrollieren der Körperfunktionen sollte man immer wieder Zuhause üben, damit es im Ernstfall für den Hund etwas ganz normales ist und nicht noch mehr Stress auslöst. Bei Sopa ist das natürlich für mich eine ganz große Herausforderung.

Mein Fazit aber zum Erste-Hilfe-Kurs:
Um Sicherheit zu bekommen und vor allem Aufgeklärt zu sein, was, wann, wie zu tun ist, kann ich allen so einen Kurs nur ans Herz legen! Fragt doch mal bei Eurem Tierarzt des Vertrauens, ob auch er so einen Kurs anbieten kann. Wir werden auf jeden Fall immer wieder üben und vor allem unsere Hausapotheke auf Vordermann bringen.

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9 Kommentare

  1. Hallo Katja,

    das ist ja eine richtig tolle Sache. Da muss ich meine Tierärztin echt mal fragen :)

    Das mit der "Ruhe bewahren" stelle ich mir am Schwierigsten vor, aber ich hoffe, dass man es irgendwie hinkriegt, wenn wirklich einmal etwas passieren sollte.

    Vielen Dank für den äußerst interessanten Artikel und einen schönen Sonntagabend,
    Julia

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    1. Liebe Julia,
      ja, es waren sehr aufschlussreiche und vor allem hilfreiche Stunden. Man möchte natürlich nie in so eine Situation kommen, aber wenn doch, fühle ich mich jetzt doch etwas besser vorbereitet.
      Ich drücke Euch die Daumen, dass ihr auch so einen toll Kurs besuchen könnt.

      Sei lieb gegrüßt
      Katja

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  2. Ein toller Kurs. Wir würden auch so gerne einen Kurs machen. beim letzten wurden wir nicht teilnehmen, weil Socke als chronisch kranker Hund anders zu händeln ist, es Besonderheiten zu beachten gibt. Wir sollten einen den Tierarzt ansprechen, der den Kurs leitet. Das haben wir bis jetzt nicht gemacht. Dein Bericht erinnert uns wieder daran. Ich werde mich jetzt kümmern. Danke dafür.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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    1. Liebe Sabine,
      da freue ich mich um so mehr, wenn ich euch erinnern konnte. Ich hoffe, ihr könnt so einen Kurs bald besuchen und vor allem hoffen wir alle, dass die chronische Krankheit bei Euch nicht schlimm ist und Socke seeeehr lange fit und gesund bleibt!

      Seid lieb gegrüßt
      Katja

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    2. Danke, das ist sehr lieb von Euch

      GlG
      Sabine mit Socke

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  3. Ein Erste Hilfe Kurs für den Hund ist wirklich super und für jeden ein Must-Workshop ;)

    Bei uns bieten viele Tierärzte solche Kurse an, meist geleitet über eine Hundeschule.
    Wuff, Deco + Pippa

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    1. Habt ihr denn auch schon so einen Kurs gemacht?

      Ganz lieben Gruß
      Katja

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  4. Ich gebe zu, ich könnte eine Auffrischung gebrauchen - beim Lesen ist mir eingefallen, dass wir das letzte mal so einen Kurs mit Lady besucht haben :) Wobei ich zugebe, ich fühle mich eigentlich gut gerüstet und bin sehr froh, dass unser Tierarzt so einmal jährlich einen Blick über unsere Notfall- und Hausapotheke wirft - da bleiben wir also immer aktuell, auch mit homöopathischen Mitteln ;)

    Aber so ein Kurs ist wirklich gut und sollte von jedem Hundehalter mal besucht werden.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

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    1. Liebe Isabella,
      ich hätte diesen Kurs schon viel eher machen sollen. Allein das Üben von all diesen Dingen sollte man doch schon recht früh mit den Hunden anfangen. Das mit der Hausapotheke finde ich ja auch richtig toll!

      Sei lieb gegrüßt
      Katja

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